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Rostschutz beim Iltis

Der Hauptfeind des VW Iltis stand nie östwärts der innerdeutschen Grenze, sondern hatte seine Ursache im Wirtschaftlichkeitsstreben des Herstellers... aber der Osten hat schon was damit zu tun. Von dort kam nämlich das in den 70er Jahren verwendete, übermäßig kohlenstoffhaltige Recyclingblech das man aus politischen Gründen aus der "Ostzone" importierte.

Dieses Ausgangsmaterial hat einer ganzen Fahrzeuggeneration zu einem unnötig frühen Ableben verholfen. Golf 1, Passat 32B, Audi B2 usw. zerbröselten zu Eisenoxid, während hingegen die von Mercedes eingeführte Mitteldruckmotor-Innovation dem VAG-Konzern zum Überleben verhalf.

Auch aus dem Aspekt der Blechherkunft betrachtet, sind die Bombardier Iltis haltbarer als ihre Ingolstädter Vorfahren. Weiterhin hat man ihnen in Belgien -mehr oder weniger intensiv, anscheinend je nachdem wie kurz es vor der Mittagspause war- eine Hohlraumkonservierung zugeteilt, die die schlimmen Rostexzesse der VWs vermeiden konnte.

Zusammenfassend schützt den Iltis ab Werk bestenfalls:

  • Hohlraumwachs in den teilweise ungrundierten Hohlräumen (schaut mal von unten nebens Handschuhfach)
  • Gummiartiger PVC Unterbodenschutz auf der Wannenunterseite und auf den inneren Stoßkanten

Damit ergeben sich heute, 20 Jahre nach Ende der ursprünglich angedachten Lebensdauer, folgende Probleme:

Das Wachs, sofern überhaupt aufgetragen, ist im kalten Zustand hart und mit dem Alter rissig. Der UBS verliert, zB. auf Höhe des Abgaskrümmers, seine Haftfähigkeit und wird überall rissig. Wasser und Salz dringen ein und verderben im Verborgenen das beim VW besonders korrossionsanfällige Blech. Auch wurden alle Stopfen übergespritzt und wenn einmal entfernt, entstehen Bruchkanten an denen Wasser eindringt. Besonders schlimm, dass man den Rostbefall erst sieht, wenn man die Masse entfernt.

Abhilfe schafft folgende, auch von uns praktizierte Vorgehensweise:

Öffnen der Entwässerungsstopfen im Wannen- und Stauraumboden, am hinteren Ende der Seitenschweller und am tiefsten Punkt der Handbremswanne. Somit sind Rostansätze zu erkennen und bereits unterwanderte UBS-Masse kann entfernt werden. Betroffenes Blech wird ersetzt oder mit chem. Mitteln umgewandelt (Fertan) und stabilisiert.

Da es nur mit extremem Aufwand möglich ist, den Unterboden völlig blank zu reinigen, muss eine Lösung gefunden werden mit einfachen Mitteln den Rost aufzuhalten. Sehr gute Erfahrungen haben die Altvorderen mit einem Gemisch von Altöl, Kettenfett und sonstigen petrochemischen Abfällen gesammelt die auf die Fahrzeugunterseite aufgespritzt oder gepinselt wurde, doch aus umweltpolitischer Sicht ist diese Art der Konservierung heute abzulehnen.

Unsere Empfehlung: Fluidfilm.. (erfüllt Korrosionsschutz-Richtlinie MIL-C-16173 der US Army)

Die Alternative basiert auf Lanolin, ein natürliches Fett aus der Schafwolle. Die Produkte aus dem Hause FLUID-FILM lassen sich gerade beim Iltis hervorragend anwenden. Im Einzelnen sind das:

  • Fluid-Film Liquid A
  • Ein recht dünnflüssiges, ölartiges Mittel das sich leicht verarbeiten läßt und auch als Kriechöl verwendbar, in Sprühdosen erhältlich ist. Damit kann man die Scharniere ölen und es fließt gut durch die Kaplliarwirkung zwischen einzelne Blechlagen (am Scheibenrahmen zB.). Selbst "bergauf" breitet sich das Mittel mit der Zeit aus. Die umlaufende Frontscheibendichtung sollte beim Einsetzen mit techn. Vaseline bestrichen werden, so wird die Montage erleichtert und eine bessere Abdichtung gegen vom Fahrtwind eingedrücktes Wasser erreicht.
  • Lösungsmittelfrei und physiologisch unbedenklich. Erfordert minimale Oberflächenbehandlung. Penetriert Rost, verdrängt Wasser und bildet einen äußerst widerstandsfähigen Korrosionsschutz mit guter Haftung auf feuchten oder trockenen Oberflächen. Kein Verdunsten, Verharzen oder Austrocknen des Schutzfilms. Wird durch Regen oder Seewasser nicht abgewaschen, läßt sich aber wenn nötig leicht entfernen. Kann durch Fluten oder alle anderen konventionellen Verarbeitungsmethoden aufgetragen werden. Schnelle Einsatzbereitschaft des Werkstücks nach der Behandlung.

 

  • Fluid-Film NAS
  • Ein etwas dickflüssigeres Mittel, das weniger Kriechfähigkeit besitzt als LiquidA, dafür aber auch an senkrechten Flächen besser haftet. Das ist die erste Wahl um mit der Lanze der Druckbecherpistole die Hohlräume zu fluten. Im Speziellen sind das beim Iltis die Seitenschweller, die Profile der Seitenteil- und hinteren Kotflügeloberkanten, der Hilfsrahmen um den Tank welcher sehr gut von unten zugänglich ist und etliche werkseitige Löcher hat, die Hohlräume der Motorhaube, der Hohlraum des unteren Heckblechs zum Hilfsrahmen und das Fach unter den Batterien.
  • Lösungsmittelfrei und physiologisch unbedenklich bei der Applikation und als Schutzfilm. Erfordert minimale Oberflächenbehandlung und penetriert durch Rost, verdrängt Wasser und bildet einen äußerst widerstandsfähigen Schutz gegen Korrosion durch Salze. Gute Haftung auf feuchten oder trockenen Oberflächen, kein Verdunsten, Verharzen oder Austrocknen des Schutzfilms. Läßt sich, wenn nötig, leicht entfernen und kann nach dem Auftragen sofort mit Wasser in Berührung kommen. Verarbeitung nach leichter Erwärmung auf 25 °C, auch mit einer handelsüblichen Druckbecherpistole möglich. Als Gleitmittel und Kriechöl besonders geeignet.

 

  • Fluid-Film AR
  • Die Einschicht-Korrosionsschutzbeschichtung hat die Konsistenz von Fett und muss vor dem Auftragen auf einer alten Herdplatte auf gut 60°C erwärmt werden, damit es sich optimal spritzen läßt. Schichtstärken von 600µm auf rostfreiem Blech sind möglich. Auf rostigen Untergründen soll vorab mit LiquidA/NAS behandelt werden, um die Rostschichten zu durchtränken. Es bildet eine zähe witterungsbeständige Haut aus. Es härtet nicht völlig aus und an warmen Tagen läuft es geringfügig Richtung Schwerkraft. Optimal beim Iltis, das eingedrungener Schlamm nicht gebunden wird und beim Waschen das Fett nicht ausgewaschen wird. FLUID FILM Liquid AR ist ein thixotropes Produkt, das durch Rühren die Viskosität verringert. Aufgrund seiner Eigenschaft durchdringt es alte Beschichtungen und Rost hervorragend und bildet dann an der Aussenseite durch Reaktion mit Luftfeuchtigkeit eine dauerelastische Schutzschicht, die die Sauerstoffzufuhr abschneidet und somit die Rostbildung sofort stoppt.
  • Lösungsmittelfrei und physiologisch unbedenklich bei der Verarbeitung. Wirtschaftlich in der Anwendung und unkompliziert in der Aufbringung. Mit handelsüblichen Airlessgeräten spritzbar. Applikation ist möglich mittels Pinsel, Rollen oder Druckluftspritzen. 1-Komponenten-Produkt mit ausgezeichneter Haftung auch auf feuchten Oberflächen und alten Beschichtungen. Penetriert vorzüglich dicke Rostschichten - auf Strahlarbeiten kann verzichtet werden. Turnusmäßige Ausbesserungsarbeiten und Beschichtungen können, wenn FLUID FILM Liquid AR als Rostlöser eingesetzt wurde, lediglich nach Entfernen von allen losen Verschmutzungen unverzüglich mit FLUID FILM Produkten vorgenommen werden. Als Korrosionsschutz von Stahlteilen und anderen Metallteilen bei Transport, Lagerung und Bearbeitung im Fertigungsbetrieb.

 

  • Perma-Film
  • Unterbodenschutz mit flexiblen Schutzeigenschaften, der eine trockene Oberfläche ausbildet. Da der Unterboden beim Iltis ab Werk oliv lackiert wurde, benutzen wir oliven Permafilm. Es ist immer ein schlechtes Bild, wenn der Iltis-Unterboden schwarz daherkommt, das bedeutet meistens, dass jemand vorher etwas verstecken wollte. Obendrein kann man so den Untergrund besser beobachten. Es ist steinschlagfest und gleicht Beschädigungen selbsttätig in geringem Umfang aus. Ich empfehle, die Schicht alle 2-3 Jahre aufzufrischen, aufgrund des geringen Preises im Vergleich zu Konkurrenzprodukten und der leichten Verarbeitung kein Hexenwerk. Besonders der VW-typische UBS mit seinen Altersrissen wird gut abgedeckt und die Poren geschlossen, was weiteres Eindringen von Wasser verhindert. Ebenfalls unterwandert Permafilm Wasser, trotzdem sollte man einige Zeit nach dem Reingen des Unterbodens von Schlamm und Dreck warten, bis man Permafilm aufträgt. Bei einem doppeltem Auftragen reichen 8l für einen Iltis aus, so kann eine optimale Schichstärke erreicht werden. Die Haftfähigkeit auf vorhanden anderen Steinschlagschutzprodukten ist sehr gut!
  • Der Unterboden ist ab Werk in Wagenfarbe lackiert - wenn auch nicht sehr sorgfältig. Benutzt man das handelsübliche "transparente" Permafilm, sieht der Iltis danach sehr unansehnlich, unauthentisch aus. Exklusiv benutzen wir daher oliv gefärbeten Permafilm, da dies die Farbe der meisten 183er ist. In Sonderfällen können wir auch Beschichtungen in anderen Farben anbieten. Hier auf dem Foto erkennt man den perfekten Auftrag, der auf dem Iltis die optisch und wirkungstechnisch beste Applikation darstellt:

Diese Produkte sind bei uns bestellbar.

Die Kombination Fluidfilm A und AR erzielte beim Oldtimer-Markt Langzeittest den 5. Platz und ist der Preis/Leistungssieger. Bei doppelter Anwendung dürfte Fluidfilm die sehr teuren Testgewinner locker in den Schatten stellen..

Die Kosten für eine Anwendung bei spez. Konservierungsanbietern liegen bei einem Offroadfahrzeug bei ca. 1400,-

Wir berechnen für einen grundgereinigten angelieferten Iltis ca. 800,- inkl. Material, Vorbereitungs- und Demontagearbeiten. Dabei werden folgende Arbeiten durchgeführt:

Fahrzeuginspektion auf der Hebebühne mit Endoskopkontrolle 

Demontage der Innenausstattung und gründliche Reinigung Innenraum / Hohlräume

Falzbehandlung mit FLUIDFILM LIQUID A Kriechfett

Hohlraumbeschichtung mit FLUIDFILM AR

Manuelle Grundreinigung von Unterboden und Radhaus 

Demontage der Räder, Kardanwelle und Auspuff 

Abklebearbeiten Auspuff, Bremstrommeln, Stossdämpfer

Unterbodenbeschichtung mit PERMAFILM Oliv oder Wagenfarbe 

Fahrzeugendreinigung Innen und Aussen
 
Kostenlose Nachkontrolle nach 2, 4 und 6 Jahren mit Scheckheft

   optional: Bilddokumentation und Hohlraumaufnahmen auf CD-ROM 

Eine preisoptimierte Verfahrensweise nach Mil.Spezifikation ist ebenfalls möglich, dabei wird weniger wert auf Optik gelegt, aber die gleichen konservierenden Ergebnisse erzielt. Am besten bespricht man den Umfang der Arbeiten bei einer Vorführung des Fahrzeugs!