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Der Achsantrieb

Eines der meistvorhandenen Ersatzteile ist der Iltis Achsantrieb. Hier wurde grosszügig bestellt und verbaut bei der Bundeswehr. Oft wurde schon bei einem ausgeschlagenen Traggelenk einfach die ganze Achse getauscht. Zeitlich sicher eine attraktive Lösung, wirtschaftlich ist anders....

Hier ein Bild eines fabrikneuen Achsantriebs hinten:

Man sieht nach Entfernen des Holzdeckels und der Konservierungsfolie, sofort die Merkmale eines Neuteils. Die Farbe von Neuteilen ist (im Gussteilbereich) immer schwarz oder blank.Aufgearbeitete Baugruppen wurden stets oliv oder grün überlackiert. Außerdem ist die beiliegende Konservierungskarte von Audi, Ingolstadt ausgestellt. Es wurden die Überholungen fast immer von Kleinbetrieben durchgeführt, teilweise in fraglicher Qualität. Firmen wie VW Lange oder Büning waren lange Zeit Vertragspartner der Bundeswehr. Es gibt jedoch auch überholte Achsen von Audi, jetzt wird es spannend...

Hier ist die Spurstangenkopfaufnahme am Lenkstockhebel zu sehen. Sofort ersichtlich sind die sauberen Schleifspuren, absichtlich unlackierte Flächen und konserviertes Konusloch. Das Letztere muss vor Montage unbedingt entfettet werden. Bei HI-Teilen (hauptinstandgesetzt) wird hier oft geschludert und durchgängig überlackiert. 

Führungsgelenk und Querlenker sind im Original mit verkupferten Muttern befestigt, alle angezogenen Verbindungen sind mit weisser oder roter Farbe markiert. Die Schrauben der Radbremszylinder, Lagerböcke und Bremsnachsteller sind verzinkt und unlackiert. Der Ansatz des Radlagergehäuses, an dem die Mutter Führungsgelenk sitzt ist blank geschliffen und ebenfalls unlackiert.

Ein neuer Querlenker ist an allen Kontaktstellen blank. Das gleiche gilt auch für das Führungsgelenk, das an den Flanken zu den Querlenkern unlackiert sein muss, um es als Neuteil bestätigen zu können. In diesem Zusammenhang prüfen, ob Schrauben der Güte 10.9 verbaut sind. Windige Hobbygeschäftsleute verwenden gerne 8.8, und erzeugen dadurch ein unberechenbares Unfallrisiko.

Oft werden gebrauchte und bestenfalls ausgedrehte Bremstrommeln verbaut. Diese weisen eine rostnarbige Oberfläche auf, hier im Bild sind sehr schön die feinen Ringe der Bearbeitung zu sehen. Sehr gut ist das auch an dem hinteren Rand der Trommel zu erkennen. Ein weiteres Indiz ist die unlackierte (!) und unbeschädigte Zentralmutter der Antriebswelle. Die Radschrauben sind im original mit der Teilenummer und VAG-Logo versehen.

Hier nochmal eine Detailaufnahme der Inbusschrauben des RBZ hinten und die neue Bremsleitung.